|
Karl
Veitschegger (2025) „Lazarus, komm heraus!“ Gedanken zu Johannes 11,1-45 Ein Freund stirbt Worin der historische Kern dieser Erzählung im
Johannesevangelium (um 100 n. Chr. geschrieben) besteht, werden wir wohl nie
mehr herausfinden. Die Erzählung wirkt etwas feierlich konstruiert, aber
zwischendurch auch sehr menschlich berührend. Jesus liebt seinen Freund
Lazarus, nimmt dessen Krankheit aber zuerst nicht so ernst, hat anders zu tun
… So mag es scheinen. Lazarus stirbt. Als er dann vor dessen Grab steht,
spürt der Mensch Jesus, was ihm fehlt und welchen Freund er verloren hat. Er
vermisst ihn. Das tut sehr weh. Jesus weint. Die Wende Und dann die Wende: Die Verlust-Geschichte wird
zu einer Geschichte des Neuanfangs. Die Lebendigkeit Jesu holt den Freund
zurück in dieses Leben (nicht ins Jenseits). Eine zweite Chance wird ihm
gegeben - hier und jetzt in dieser Welt. Neue Lebendigkeit Diese Erfahrung gibt es auch heute. Und ich denke
dabei nicht nur an medizinisch Reanimierte. Es gibt auch „menschlich
Reanimierte“. Vielleicht hast auch du, haben auch Sie schon einmal diese
Erfahrung einer neuen Chance gemacht: Eine Begegnung bringt das Geschenk
einer neuen Lebendigkeit, obwohl so vieles schon so tot und verloren schien. Wo und wann wurdest du, wurden Sie menschlich
„reanimiert“, vom Leben neu angesteckt? „Lazarakia“ In griechisch-orthodoxen Kirchen wird am Tag des
Lazarus-Evangeliums ein besonderes Gebäck verteilt, die sogenannten „Lazarakia" (Λαζαράκια), die in ihrer Form an
Lazarus in seiner Totenkleidung erinnern. Eine spezielle Form der
„Kommunion“: ein Bild des Todes wird zum nahrhaften Leben! Karl Veitschegger (2025) Laraki, Lazarakia: https://miakouppa.com/wp-content/uploads/2025/04/Untitled-design-61.jpg Zurück zur Startseite von Karl Veitschegger Zurück zum Menü „Artikel, Referate, Skizzen ...“
Karl
Veitschegger © 2025 |