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Karl Veitschegger (2026) Heilige
Veronika (Gedenktag 4.Februar) Einprägsam Nach
alter christlicher Überlieferung war Veronika eine Frau, die Jesus auf seinem
Kreuzweg ein Schweißtuch reichte, um sein blut- und schweißbedecktes Gesicht
zu trocknen. Eine spätere Legende ergänzt, dass sich dabei auf wunderbare
Weise das Antlitz Jesu ins Tuch eingeprägt habe. Mitgefühl und Mut Veronika
steht für Menschen, die nicht wegsehen, wenn Leid geschieht. Sie verkörpert
Mitgefühl, Nächstenliebe und Zivilcourage – eine Haltung, die damals als weibliche
Schwäche und heute leichtfertig als „Gutmenschentum“ abgetan wird. Nomen est omen Auch
ihr Name spricht eine eigene Sprache. Oft wird die Kombination aus dem lateinischen
vera („wahr“) und dem griechischen eikon („Bild“) so gedeutet:
vera eikon – „wahres Bild“ Christi. Wer mitfühlend und mutig handelt, wird
selbst zu einem lebendigen Abbild Christi – und damit zu einem Vorbild für
andere. Heilige Tücher Verschiedene
Traditionen verehren Tücher, die als „Schweißtuch der Veronika“ gelten: z. B.
ein Tuch im Petersdom, das „Volto Santo“ von Manoppello oder ein ähnliches
Tuch in der Kaiserlichen Schatzkammer in Wien. Wahrscheinlich handelt es sich
bei all diesen Textilien nicht um echte Reliquien im strengen Sinn, sondern
um Andachtsbilder. Sie erinnern daran: Echtes Mitgefühl und der Mut zum Guten
hinterlassen Spuren – Spuren Gottes in den Herzen der Menschen. Darauf kommt
es an. Erste Fotografin? Aufgrund
ihrer Legende gilt Veronika als Patronin verschiedener Textilberufe – und,
mit einem Augenzwinkern des katholischen Humors, auch als Patronin der
Fotografen. Karl
Veitschegger (2026) Das „Schweißtuch der Veronika“ in der Kaiserlichen Schatzkammer
(Wien): Das „Schweißtuch“ der Veronika im Petersdom: Das „Volto Santo“ von Manopello: Zurück zur Startseite von Karl Veitschegger Zurück zum
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