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Karl
Veitschegger (2024/25) Hl. Johannes Nepomuk – 16. Mai Brückenheiliger „Keine Brucken
ohne Nepomuken“, lautet ein alter Spruch. Da
Johannes Nepomuk von seinen Feinden in Prag von einer Brücke in die Moldau
geworfen wurde und so als Märtyrer starb, gilt er als Brückenheiliger. „Warum
denn bauen wir nicht Brücken zueinander …?“, sangen wir in meiner Jugend oft
und gern. Die Frage gilt noch immer. Unser Freund im Himmel mag uns dabei als
Werkzeug Gottes unterstützen. Märtyrer des
Beichtgeheimnisses? Sein
ursprünglicher Name ist Johannes Welflin, tschechisch Jan Nepomucký oder Jan
z Pomuku, weil er um 1350 in Pomuk bei Pilsen geboren wurde. Eine Legende
erzählt, der eifersüchtige König Wenzel IV. habe Johannes umbringen lassen,
weil dieser nicht bereit gewesen sei, zu verraten, was die Königin ihm
gebeichtet hat. Auf vielen Darstellungen hält unser Heiliger deshalb den
Zeigefinger vor seinen Lippen. Kämpfer für die
Freiheit der Kirche Der tatsächliche
Grund für sein Martyrium war aber ein anderer: Als Generalvikar des Prager
Erzbischofs verwehrte er sich gegen Eingriffe des Königs in die
Kirchenverwaltung. Volksheiliger Johannes Nepomuk
gehörte lange zu den beliebtesten Volksheiligen. In Europa gibt es über
33.000 Statuen des Heiligen, meist auf Brücken oder in ihrer Nähe. Vor allem
im Ostalpenraum blühte in der Barockzeit seine Verehrung. Die Brückenstatuen
und Nepomukaltäre stammen fast alle aus der Zeit zwischen
1700 und 1770. Bald darauf flachte die Nepomukverehrung
allerdings rasch ab. Aus der
Liturgiegeschichte: In Salzburg
wurde Johannes Nepomuk am 16. März 1736 zum „patronus minus principalis“ (zum kleinen Hauptpatron neben Rupert und
Virgil) erhoben und später sein Fest sogar mit Oktav gefeiert. Daher wurde er
auch in der steirischen Diözese Seckau (heute Graz-Seckau), die Salzburg untergeordnet war, bis 1786 so hoch gefeiert
und galt auch später noch neben Ägydius als
Diözesanpatron, schließlich sogar als Hauptpatron. Erst 1966 wurden durch
römische Verfügung die Salzburger Heiligen Rupert und Virgil zu hauptpatronen von Gar-Seckau. Seither ist Johannes
Nepomuk nur noch „patronus secundarius“. Karl
Veitschegger Historisches zur Nepomukverehrung Zurück zur Startseite von
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