Karl Veitschegger (2026)

Der Name Jesus

Die katholische Kirche begeht am 3. Jänner den Gedenktag „Heiligster Name Jesu“


 

Unauffällig

Als Maria und Josef ihrem Sohn acht Tage nach seiner Geburt den Namen Jesus (יֵשׁוּעַ) gaben, war dies nichts Außergewöhnliches. Es war damals ein häufiger Name für jüdische Buben, wie wir aus Schriften und archäologischen Funden dieser Zeit wissen.

 

„Jeschu“

Im alltäglichen Zusammenleben nannte Maria ihren Sohn wohl einfach „Jeschu“ (aramäisch) oder „Jeschua“ (hebräisch). Das sind Kurzformen von „Jehoschua“ oder „Joschua“. Im Griechischen und Lateinischen wurde daraus unser „Jesus“.

 

Der Name als „Programm“

Der Name bedeutet: JHWH [Gott] rettet, Gott hilft, Gott erlöst. –  Der Evangelist Matthäus sieht darin die Lebensaufgabe des Jesus von Nazaret prägnant zusammengefasst: „Er erlöst sein Volk von seinen Sünden“. (Mt 1,21) Das bedeutet: Dieser Jesus wird seinem Namen gerecht, denn durch ihn erfahren Menschen Gott als Heilenden, Vergebenden, Befreienden … Er befreit von den „Sünden“, also von dem, was Menschen von Gott und voneinander trennt, was Beziehungen stört und vergiftet, was letztlich unglücklich macht. Er will heilen. Dafür lebt und stirbt er.

 

Der berühmteste Name

Heute ist der Name „Jesus“ der berühmteste Name der Welt. Es gibt ihn, so habe ich gelesen, in mehr als 6000 Sprachen: Jesus, Gesu, Issus, Isa, Yesu … Seit 2000 Jahren sprechen Milliarden von Menschen diesen Namen mit Ehrfurcht und voll Hoffnung aus, wenn sie Jesus Christus um die Kraft bitten, seine Botschaft in ihrer Zeit und ihrer Umgebung aufrichtig leben zu können.

 

Karl Veitschegger (2026)

 

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