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Karl Veitschegger (2025) Heilige Monika (331-387) – 27. August Besorgte Mutter Monika (eigentlich
Monnica) ist die Mutter des bedeutenden Kirchenlehrers Augustinus. Sie
stammte aus dem damals römisch geprägten Nordafrika und war überzeugte
Christin. Oft wird sie als „Supermama“ bezeichnet. Unter ihrem jähzornigen
und untreuen Ehemann Patricius, dem römischen Stadtrat in Tagaste (heute Souq
Ahras), hatte sie viel zu leiden. Kein Wunder, dass sie ihre ganze Liebe
ihrem ersten Sohn Augustinus geradezu „überstülpte“. Sie wollte ihn unbedingt
zum Christen machen. Aber er hatte keine Lust dazu. Er liebte zwar seine
Mutter, aber zu ihrem Leidwesen auch das lockere Leben. Als Student und
angehender Philosoph frönte er ausschweifend den „fleischlichen Begierden“,
die ja bekanntlich zeitlebens sein wichtiges Thema blieben. (Nach seiner
Bekehrung bekämpfte er sie und trug so maßgeblich zum Sexualpessimus der
Kirche im Abendland bei.) Augustinus lebt anders Als 18-jähriger
Student in Karthago zeugte er mit seiner nicht standesgemäßen Geliebten ein
Kind namens Adeodatus („Gottesgeschenk“). Monika, bereits Witwe geworden, zog
ihrem Lieblingssohn nach. Sie mochte aber die Frau an dessen Seite nicht,
sondern plante für ihn die Ehe mit einer „ebenbürtigen“ und „anständigen“
Bürgerin. Augustinus „verstieß“ später wohl auf Druck der Mutter schweren
Herzens seine Geliebte. (Er heiratete allerdings nicht, sondern wurde nach
seiner Taufe zum Superzölibatär.) Betende Mutter Vor allem wollte
Monika, dass Augustinus Christ wird. Sie redete auf ihn ein, belehrte ihn mit
Bibelsprüchen, aber ihn widerte das an. Er schloss sich sogar der religiösen
Gemeinschaft der Manichäer an, die sie ablehnte. Ein kluger Bischof riet
Monika: „Rede weniger mit Augustinus über Gott, als mit Gott über
Augustinus.“ Da ließ sie ihn mit ihren Bekehrungsversuchen in Ruhe und betete
täglich für ihn. Der Erfolg ließ auf sich warten. Da tröstete sie der
Bischof: „Gottes Zeit wird kommen. Es ist unmöglich, dass der Sohn so vieler
Tränen umkommt.“ Augustinus wird Christ Augustinus’ Zeit kam
einige Jahre später. In Mailand hörte er, inzwischen Rhetorik-Lehrer
geworden, die Predigten des dortigen Bischofs Ambrosius. Diese bewegten sein
Herz und er wurde zu Ostern 387 von Ambrosius getauft. Monika war glücklich
und starb bald darauf. Kurz vor ihrem
Tod sagte sie zu Augustinus: „Ich weiß nicht, was mir jetzt noch zu tun
bleibt oder warum ich noch hier auf Erden bin. Ich habe nur noch gelebt, um
dich als Christen und Kind des Himmels zu sehen.“ War Monika eine „Berberin“? Einige Forscher
vermuten, dass Monika berberischer, also amazighischer Herkunft war. Ihr Name
klingt afrikanisch und könnte „Göttin“ oder „Puppe“ bedeuten (Die früheste
Erwähnung des Namens findet sich in alten numidischen Inschriften. „Mon“ hieß
eine alte libysche Gottheit, in der ägyptischen Mythologie als „Amon“
bekannt.) Und die anderen Kinder? Über das Schicksal der
beiden jüngeren Kinder Monikas, des Sohnes Navigius und der namenlos
überlieferten Tochter, ist wenig bekannt. Welche Rolle spielten sie in ihrem
Leben? Ich konnte dazu nichts in Erfahrung bringen. Falls jemand dazu nähere
Informationen hat, freue ich mich über Hinweise. Karl Veitschegger Zurück zur
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