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Karl Veitschegger (2025) Hl.
Maximilian Kolbe (+1941 im KZ) – 14. August Dass er im KZ
Auschwitz sein Leben freiwillig für einen Familienvater hingegeben hat, war
eine heroische Tat der Nächstenliebe. Nicht viele haben in jener dunklen Zeit
Ähnliches gewagt und getan. Es war die letzte Tat seines Lebens. Sie macht
ihn aus meiner Sicht zum Heiligen. Nicht so eindeutig ist
sein Vorleben. Bevor ihn die Nazis verhafteten, vertrieb er polnische
katholische Zeitschriften, in denen Juden als „Krebsgeschwür im Volkskörper“
bezeichnet und ihre Emigration aus Polen gefordert wurde. Die von ihm
gegründete Gebetsgemeinschaft „Militia Immaculatae“
(Armee der Unbefleckten) hatte das erklärte Ziel, „Häretiker, Schismatiker,
Juden und besonders die Freimaurer“ zu bekehren, jene „organisierte Clique
fanatischer Juden, die die Kirche zerstören wollen“. (Leider arbeiten auch
heute wieder manche religiöse Gemeinschaften mit
ähnlichen Feindbildern.) So war der Minoritenpater — eine Statue von ihm befindet sich in der
Nähe meines gewohnten Sitzplatzes in der Kirche — auch ein Verführter des
polnischen Antijudaismus seiner Zeit. Heilige sind weder unfehlbar noch von
Anfang an heilig. Aber sie reifen. Maximilians Leben vollendete sich in einer
Tat ungemein großer Liebe. Mehr geht nicht. Karl Veitschegger Hier
ein kritischer Artikel aus der JÜDISCHEN ALLGEMEINEN: https://www.juedische-allgemeine.de/religion/maertyrer-heiliger-judenhasser/ Zurück zur Startseite von Karl Veitschegger Zurück zum Menü „Meine Artikel, Referate, Skizzen ...“
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