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Karl Veitschegger
(2026) „Zu
Maria gehen“ – Marienwallfahrtsorte Mit
Maria Jesus bitten Im Johannesevangelium
(Joh 2) wird erzählt, wie Maria, die Mutter Jesu, bei der Hochzeit zu Kana
die Not der Gastgeber bemerkt und sich an ihren Sohn wendet. Durch ihr
Eingreifen kann das Fest in Freude weitergehen. Diese Begebenheit führte
dazu, dass das christliche Volk in Maria schon früh eine besondere
Fürsprecherin gesehen hat, die die Anliegen der Menschen vor Jesus bringt. Sich an
Maria wenden Das älteste bekannte
Mariengebet findet sich auf einem Papyrus (ca. 250 n. Chr.), der in Ägypten
gefunden wurde, und lautet: „Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
Gottesmutter“ (griechischer Urtext: Ὑπὸ τὴν
σὴν εὐσπλαγχνίαν
καταφεύγομεν,
Θεοτόκε).
Menschen vertrauen sich darin jener Frau an, die Jesus geboren hat und die
von sich sagen durfte: „Siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle
Geschlechter; denn Großes hat der Mächtige an mir getan.“ (Lk 1,48) Wallfahrtsorte
in aller Welt Im Lauf der
Jahrhunderte entstanden weltweit unzählige marianische Wallfahrtsorte. Viele
von ihnen verdanken ihre Entstehung der Volksfrömmigkeit, etwa Berichten über
religiöse Erfahrungen und Visionen einfacher Menschen. Sie sind Orte des
Dankens, des Bittens und der Hinwendung zu Gott. Maria ist dabei für die
Gläubigen das große Vorbild. Sie verweist auf ihren Sohn: „Was immer er euch
sagt, das tut“ (Joh 2,5). Die
bekanntesten marianischen Wallfahrtsorte ·
Guadalupe (Mexiko)
ist mit rund 20 Millionen Pilgerinnen und Pilgern pro Jahr. der weitaus
größte marianische Wallfahrtsort der Welt. ·
Aparecida (Brasilien,
Bundesstaat São Paulo) wird jährlich von 8 bis 12 Millionen Pilgerinnen und
Pilgern aufgesucht. Die dortige Basilika ist die zweitgrößte Kirche der Welt
nach dem Petersdom in Rom. ·
Lourdes (Frankreich)
ist der drittgrößte Marienwallfahrtsort weltweit und zieht jährlich etwa 6
Millionen Gläubige an, darunter sehr viele Kranke. ·
Fatima (Portugal)
empfängt jährlich 5 bis 6 Millionen Pilgerinnen und Pilger. ·
Tschenstochau
(Czestochowa) in Polen wird von 4 bis 5 Millionen
jährlich aufgesucht. ·
Medjugorje (Međugorje) im Süden von Bosnien und Herzegowina
wurde 2024 vom Vatikan als katholisches Pilgerziel anerkannt. Seither sind
Wallfahrten dorthin auch kirchlich gebilligt. (Die Übernatürlichkeit der
berichteten Erscheinungen und Botschaften wurde dabei jedoch ausdrücklich
nicht bestätigt.) ·
Loreto in Italien mit
der „Santa Casa“ (dem angeblichen Wohnhaus Marias aus Nazaret) kommt auf eine
Pilgerzahl von ca. 4 Millionen. ·
Altötting in Deutschland
und Mariazell in Österreich werden jährlich von jeweils rund einer
Million Pilgerinnen und Pilgern besucht; Einsiedeln in der Schweiz
zählt etwa 800.000 Pilgerinnen und Pilger pro Jahr. Karl Veitschegger Maria in der Lehre der
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