Karl Veitschegger (2025)

 

Santa Lucia — Luzia von Syrakus (13. Dezember)


 

Die mit den Kerzen am Kopf

Die frühchristliche Märtyrerin Luzia lebte im 3. Jahrhundert. Als junge Christin soll sie ihren damals verfolgten Glaubensgeschwistern nachts Lebensmittel in deren Verstecke gebracht haben. Um die Hände zum Tragen frei zu haben, hat sie sich — so weiß eine Legende — als Lichtquelle einen Kranz mit Kerzen auf den Kopf gesetzt. Daran erinnert ein Brauch in Schweden und Dänemark, wenn in der Nacht des 13. Dezember ein Mädchen mit einem Kerzenkranz auf dem Haupt die hl. Luzia darstellt und süße Gaben bringt.

 

Unvergessener Mut

Der Name „Luzia“ bedeutet so viel wie „Lichtvolle“, „Leuchtende“, „Lichtbringerin“ … Daran knüpfen die Legenden wohl an, wenn sie den Namen der Heiligen mit wundersamen Geschichten ausdeuten. Lucia steht für viele mutige Frauen in der Frühzeit der Kirche. Nach einer sehr späten Legende (15. Jh.?) wurden Luzia vor ihrem Martyrium die Augen herausgerissen, die sich aber bei ihrem Begräbnis auf wundersame Weise wieder in ihrem Haupt befunden haben sollen.

 

Schutzheilige für vieles

Luzia gilt als Patronin der Augenheilkunde, aller Augenleidenden, der Elektrikerberufe, der Messerschmiede- und Glasereiberufe und auch der unfreiwillig in Prostitution Geratenen.  Als „Occi di Santa Lucia“ (Augen der heiligen Lucia) werden im Mittelmeerraum die Verschlussdeckel (Opercula) der „Turbanschnecke", genauer der Bolma rugosa, genannt. Sie gelten als Schmuckstücke und Glücksbringer.

 

Karl Veitschegger

 

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