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Karl Veitschegger (2024) Heiliger
Laurentius von Rom als Märtyrer um 258 n. Chr. in Rom gestorben
– Gedenktag: 10 August Heroischer
Glaube „Der Braten ist schon
fertig - dreh ihn um und iss!“, soll der römische Diakon Laurentius seinen
Henker verspottet haben, als dieser ihn wegen seines christlichen Glaubens
auf einem glühenden Rost marterte. Papst Leo d. Große (440–461) sagte später
darüber: „Das Feuer, das in ihm brannte, half ihm, das äußere Feuer des
Martyriums zu bestehen.“ Ganz nachvollziehen kann ich diese altchristliche Begeisterung
für das Martyrium nicht. Aber das muss ich auch nicht. Tapfer war Laurentius
jedenfalls. „Heiliger
Rostbraten“ Märtyrer und Märtyrerinnen
werden in Kirchen meist mit ihrem Marterwerkzeug dargestellt, Laurentius daher
mit einem Rostgitter in der Hand. Etwas makaber finde ich, dass Laurentius
wegen der Art seiner Hinrichtung als Patron der Köche und Köchinnen gilt,
auch aller, die sich hobbyweise dem im Sommer beliebten Grillen widmen. Meine
Großmutter nannte Laurentius augenzwinkernd den „heiligen Rostbraten“.
Katholischer Glaube hatte schon immer auch skurrile Seiten und liefert bis
heute eine Menge schwarzen Humor. Gut so. Auch deshalb bin ich gern
katholisch. Die
Tränen des Laurentius Die Sternschnuppen,
die um den Laurentiustag häufig am Nachthimmel zu sehen sind, nannten wir in
meiner Jugend „Tränen des Laurentius.“ Ein Wunsch, den man beim Verglühen
einer solchen „Träne“ still in seinem Herzen trug, sollte in Erfüllung gehen.
Ein spielerischer Ausdruck für eine tiefe Lebenswahrheit: „Die unter Tränen
säen, werden unter Jubel ernten.“ (Psalm 126,5) Dass dieses Bibelwort stimmt,
durfte ich oft und oft erfahren. Die wahren Schätze In Predigten wird auch
gerne auf eine Anekdote aus dem Leben des Heiligen hingewiesen: Kaiser
Valerian (253–260), ein Christenverfolger, verlangte von Laurentius, der als
Diakon kirchlicher Ökonom und Leiter der christlichen Armenfürsorge in Rom
war, die geheimen Schätze der Kirche herauszurücken. Laurentius versammelte
daraufhin die Armen und Außenseiter der Stadt und führte sie zum Kaiser:
„Das, mein Kaiser, sind die wahren Schätze der Kirche.“ — Ich meine, das
schönste Lob, das die Kirche in dieser Welt bekommen kann, ist, wenn Arme und
Außenseiter sagen: „Die Kirche ist unsere Freundin!“ Ein
Weinheiliger Es sei auch daran
erinnert, dass Laurentius ein Wein-Heiliger ist: „Sankt Laurentius, lass den
Weinberg braten, dass die Trauben wohl geraten!“ (Bekannt ist die nach ihm
benannte Rotweinsorte „St. Laurent“.) Sankt
Lorenzen In meinem
Heimatbundesland Steiermark gibt es mehrere Laurentiuskirchen und Orte namens
Sankt Lorenzen. Der Heilige war also in früheren Zeiten sehr bekannt und
beliebt. Auch in den Vornamen Laurentius, Laurentia, Lorenz, Lenz, Lars, Lorenzo,
Lawrence, Loris, Laurent, Laura, Lovrenc, Lovro usw.
lebt das Andenken des frühchristlichen Heiligen weiter. Karl Veitschegger Die steirischen Sankt
Lorenzen: Sankt Lorenzen im
Mürztal Sankt Lorenzen am
Wechsel Sankt Lorenzen bei
Knittelfeld Sankt Lorenzen bei
Scheifling Sankt Lorenzen im Paltental Sankt Lorenzen ob
Murau Sankt Lorenzen ob Eibiswald Auch die Pfarren Edelschrott
und Gleisdorf haben den hl. Laurentius als Pfarrpatron. Zurück zur Startseite
von Karl Veitschegger Zurück zum Menü „Artikel,
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