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Karl
Veitschegger (2025) Johannesbeeren Der
Name Johannesbeere verdankt ihren Namen dem christlichen Heiligenkalender.
Sie erinnert an Johannes den Täufer, den Vorläufer Jesu. Denn in der Zeit um
sein Geburtsfest, den 24. Juni, werden die Beeren reif. In
Bayern und Österreich werden Johannisbeeren meist Ribisel genannt. Dieses
Wort kommt ursprünglich aus dem Arabischen: „Ribas“ ist eigentlich eine
Rhabarberart, die im Libanon wächst. Christliche Mönche bezeichneten mit
diesem Wort — erstmals nachweisbar um 1290 unter Papst Nikolaus IV. — auch
unsere Sommerbeeren und latinisierten es zu „ribes“, woraus der Volksmund
„Ribisel“ machte. Der
Genuss der Johannesbeeren ist gesund. Sie gelten von alters her als gute
sommerliche Gottesgabe. Sie spenden Vitamin C, stärken das Bindegewebe und
die Knochen, regen die Verdauung an, sollen das Haar schön machen und dem
Kreislauf guttun. Die heilige Ordensfrau Hildegard von Bingen (1098-1179) schreibt
der Johannisbeere die Wirkung zu, andere Heilpflanzen zu verstärken. Es
gibt rote und schwarze Johannisbeeren. In manchen Gegenden werden nur die
schwarzen Ribiseln als Johannisbeeren bezeichnet. Das erfrischend säuerliche
Beerenobst lässt sich auch zu vielen schmackhaften Köstlichkeiten
verarbeiten. Karl
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