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Karl Veitschegger (2025) Der heilige Ignatius und die
Jesuiten Eine Kurzinfo Offizier, Priester, Reformer Am 31. Juli feiert die katholische Kirche den
Gedenktag des heiligen Ignatius von Loyola (1491–1556). Er war ein baskischer
Adeliger und begeisterter Offizier. Nach einer schweren Kriegsverletzung im
Jahr 1521 erlebte er eine tiefgreifende religiöse Wende, wurde Priester und
prägte die katholische Kirche nachhaltig. Er ist ein Zeitgenosse Martin
Luthers, reformierte das kirchliche Leben jedoch auf andere Weise als der
Mönch aus Wittenberg. Ihm war die Einheit mit dem Papst sehr wichtig. Er ist
bekannt als „Erfinder“ der „Geistlichen Übungen“ (Exerzitien) und als
Gründer der „Gesellschaft Jesu“ (Societas Jesu, Orden der Jesuiten,
Ordenskürzel: SJ). Zuerst ein Schimpfwort Das Wort „Jesuit“ bezeichnete im 15. Jahrhundert
jemanden, der den Namen „Jesus“ zu häufig in den Mund nahm und sich damit
wichtigmachte. Noch Ende des 16. Jahrhunderts wurde es abwertend für die
Mitglieder der „Gesellschaft Jesu“ verwendet, später jedoch von diesen als
ehrenvolle Selbstbezeichnung übernommen. Der größte
katholische Orden Nach dem Vorbild des heiligen Ignatius versuchen
Jesuiten, „Gott in allen Dingen zu finden“, indem sie sich zur „größeren Ehre
Gottes“ (ad maiorem Dei gloriam) dem Wohl der Mitmenschen widmen. Mit
über 13.000 Ordensangehörigen weltweit sind sie der größte Orden der
katholischen Kirche. Jesuiten wirken als Theologen, Seelsorger, Pädagogen und
Wissenschaftler. Sie engagieren sich unter anderem für Menschenrechte und im
interreligiösen Dialog, erforschen aber auch die Geheimnisse des Universums
an der Vatikanischen Sternwarte. Zeitweise verboten (1773–1814) Als die katholischen Großmächte im 18.
Jahrhundert die Jesuiten als zu mächtig und einflussreich wahrnahmen,
drängten sie Papst Clemens XIV. dazu, 1773 den Orden offiziell aufzuheben.
Das Verbot wurde jedoch im orthodoxen Russland und teilweise im protestantischen
Preußen nicht umgesetzt, weil die Herrscher die Jesuiten als gute Lehrer und
Organisatoren schätzten. 1814 stellte Papst Pius VII. den Jesuitenorden
wieder her. IHS Symbol des Ordens ist das Monogramm IHS, die
ersten drei Buchstaben des Namens Jesus in griechischer Schrift. Es kann auch
gelesen werden als Iesum Habemus Socium: „Wir haben Jesus als
Gefährten“. Diese Deutung gefällt mir persönlich besonders gut. Karl Veitschegger Zurück
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