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Karl
Veitschegger (2025) Heiliger Gregor
von Nazianz – 2. Jänner Vom eigenen Vater
getauft Gregor
von Nazianz (329-390) steht heute mit seinem Freund Basilius im katholischen Heiligenkalender.
Beide sind große Theologen und Bischöfe im vierten Jahrhundert. Ich
konzentriere mich hier auf Gregor: Er war Sohn eines Priesters und Bischofs.
Dieser hieß auch Gregor, war vor seiner Taufe Richter und konvertierte erst
unter dem Einfluss seiner Frau Nonna zum Christentum. Die Eltern unseres Tagesheiligen
Gregor und zwei seiner Geschwister, Cäsarius und Gorgonia,
werden auch als Heilige verehrt. Eine wahrlich fromme Familie! Der theologische
Denker In
der Ostkirche erhielt Gregor den Beinamen „der Theologe“. Er wurde erst als
Erwachsener von seinem Vater getauft, verschrieb sich der Theologie und
spielte eine wichtige Rolle in den religiösen Konflikten des vierten
Jahrhunderts. So dachte er intensiv über das Verhältnis von Gott Vater, Jesus
Christus und dem Heiligen Geist (Trinität) nach und prägte mit anderen
Theologen Begriffe und Formulierungen mit, die wir auch heute noch kennen: z.
B. „ein Gott in drei Personen“. Diskussion und
Kontemplation Er
war auch kurze Zeit Bischof der Kaiserstadt Konstantinopel, diskutierte
leidenschaftlich mit Arianern, Juden und „Heiden“, legte aber, um einen
innerkirchlichen Konflikt zu beruhigen, bald sein Amt nieder und zog sich auf
ein Landgut zurück. Er verfasste noch viele religiöse Schriften. Ein Wort von
ihm, das ich besonders schätze: „Der Mensch hat nichts, was ihn Gott
ähnlicher macht als die Güte.“ Gregor vertrat auch die Hoffnung, dass niemand
ewig verdammt sein wird, sondern letztlich alle zu Gott finden. „Theosis“ („Vergöttlichung“) nannte er das Ziel, zu dem
Gott alle führen will. Karl
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