Karl Veitschegger (2025)

4. Jänner: Franz von Sales (+1622)

 


 

Er gehört zu meinen Lieblingsheiligen. Er war einfühlsamer Seelsorger, Jurist, Priester Bischof von Genf, Ordensgründer, Schriftsteller, Mystiker und Kirchenlehrer. Freilich auch in manchem ein Kind seiner Zeit. Er ist Schutzpatron der Gehörlosen, der Medienleute und der Publizistik.

 

Von der Angst zur innen Freiheit

In jungen Jahren litt er sehr unter der Lehre des Reformators Calvin, Gott habe schon seit Ewigkeit vorherbestimmt, welcher Mensch gerettet und welcher verdammt würde (Prädestination). Ängste quälten ihn, er könnte zu den Verdammten gehören. Schließlich fand er aber innere Ruhe im unendlichen Vertrauen zur Liebe Gottes: „Was immer Gott mit mir vorhat, es muss gut sein, denn Gott ist die Liebe!“ Darin sah er den Grundzug des katholischen Glaubens, für den er sich fortan engagierte.

 

Kostbare Worte

Es gibt viele wunderbare Zitate von ihm. Hier sind ein paar angefügt:

„In seiner unendlichen Güte wird Gott niemals jene verlassen, die ihn nicht verlassen wollen."

„Seien wir doch, was wir sind, und seien wir es gut."

 „Sprich niemals von Gott aus reiner Gewohnheit oder um des Gespräches willen, sondern stets mit Aufmerksamkeit und Andacht. Ich sage dir das, weil ich an dir das dumme Getue der Betschwestern und Frömmler nicht sehen möchte, die bei jeder Gelegenheit ihre frommen Sprüche loslassen.“

„Nichts an dir soll schlampig und vernachlässigt sein. Unordentliche Kleidung bedeutet eine Missachtung der Leute, mit denen man umgeht.“

„Die Liebe allein bestimmt den Wert unseres Tuns.“

„Die Liebe zu verlieren ist der einzige Verlust, den wir in diesem Leben fürchten müssen."

 

Karl Veitschegger (2025)

 

 

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