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Karl Veitschegger (2025) 29. September: Fest der Erzengel Michael, Gabriel, Raphael – Gottes
mächtige Boten Faszinierende Kräfte Engel faszinieren Menschen seit Jahrtausenden.
Sie tauchen in fast allen Religionen auf und gelten als Repräsentanten der
transzendenten Wirklichkeit. Im Christentum erfreuen sich drei Engel
besonderer Beliebtheit, weil sie in der Bibel namentlich erwähnt werden:
Michael, Gabriel und Raphael. Am 29. September feiert die katholische Kirche
ihr gemeinsames Fest – das Fest der Erzengel. Das Gute war zuerst da und ist
stärker Um die Zeitenwende gab es im Judentum (z. B. im
Buch Henoch) die Vorstellung, Gott habe ursprünglich nur gute Kräfte und
Mächte erschaffen: die Engel. Aber einige von ihnen wollten Gott nicht mehr
dienen. Sie fielen von Gott ab und arbeiten jetzt gegen ihn und seine
Schöpfung. So sind aus guten Kräften böse geworden (Teufel, Dämonen). Der
christliche Glaube hat die hoffnungsvolle Grundaussage dieser Vorstellung
übernommen: Gott ist gut und hat nichts Böses erschaffen. Das Böse ist eine
Perversion des Guten. Das Gute ist das Ursprüngliche; es ist auch viel
stärker als das Böse und wird sich am Ende durchsetzen. Engel-Namen sind Programm Die hebräischen Namen der drei Erzengel stehen
für wichtige Eigenschaften Gottes: seine Unvergleichbarkeit, seine
ermutigende Kraft und seine heilende Nähe. Michael bedeutet „Wer
ist wie Gott?“ und genau das ist die Botschaft des Anführers der guten
Kräfte gegen das Böse: Niemand ist wie Gott! Gabriel heißt „Meine Kraft
ist Gott“. Er kündigt in der Bibel Maria die Geburt Jesu an. Er bringt
Hoffnung in die Welt und macht Mut, Verantwortung zu übernehmen. Raphael
bedeutet „Gott hat geheilt“. Das Buch Tobit erzählt, wie er einen
jungen Mann namens Tobias durch viele Gefahren begleitet und ihm hilft,
seinen Vater Tobit zu heilen. Er steht für himmlische Begleitung und Heilung
– gerade dann, wenn man sich verloren oder verletzt fühlt. Chöre der Engel Im Frühmittelalter hat die fromme Fantasie
einiger Theologen aus den verschiedenen Bezeichnungen für geistige Wesen in
der Bibel sogar eine Engel-Hierarchie erstellt: die „neun Chöre der Engel“,
von unten beginnend mit den Engeln und Erzengeln über die „Mächte“,
„Gewalten“, „Fürsten“, „Herrschaften“ und „Throne“ bis zu den „Cherubim“ und
„Seraphim“ an der Spitze. Ein poetischer Ausdruck des Staunens über die
gewaltige Herrlichkeit des Himmels! Verlassen oder geborgen? „Er ist von allen guten Geistern verlassen“, sagt
man, wenn jemand offensichtlich einen gefährlichen Irrweg einschlägt oder gar
Unheil anrichtet. Ihm fehlt das, wofür die Engel stehen. „Von guten Mächten
wunderbar geborgen“ ist der andere Weg, der allen Meschen zu wünschen ist. Karl Veitschegger (2025) Interview: Engel, Engel, Engel Zurück
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