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Karl Veitschegger (2025) 17. Juli: Heiliger Alexius von Edessa († 417) Der Bräutigam auf der Flucht Alexius stammte aus
einer reichen Familie in Rom. Er wollte — so die Legende — das für ihn
geplante Ehe- und Luxusleben nicht. Daher floh er in der Hochzeitsnacht nach
Edessa (heute Urfa, Osttürkei). Wie es wohl der Braut erging? Alexius
jedenfalls lebte 17 Jahre als einfacher Bettler und Einsiedler. Als man ihn in Edessa
als „Heiligen“ zu verehren begann, floh Alexius erneut und kam zurück nach
Rom, wo er viele Jahre unerkannt als Bettler unter der Treppe, die zum Haus
seines Vaters führte, lebte. Das Gesinde demütigte und quälte „den Fremden“
oft, der alles geduldig hinnahm. Erst nach seinem Tod wurde seine Identität
erkannt. Der Aussteiger Der Aussteiger gilt
als Schutzpatron der Bettler, Vagabunden, Pilger und Kranken. Seine Fürbitte
wurde bei Erdbeben, Blitz und Unwetter früher sehr geschätzt. Er ist Stadtpatron
von Kalavryta in Griechenland, Sant' Alessio in Italien und von Innsbruck, wo
ihn die Bürgerschaft nach einem schweren Erdbeben im Jahr 1670 zu ihrem
Schutzheilgen erwählte. Dort wird er neben dem Apostel Jakobus den Älteren
als „stiller“ Stadtpatron verehrt (Aleximesse am 17. Juli). Ein Narr in Christo? Alexius gehört zu den
Heiligen, die man nicht nachahmen kann (zumindest ich kann das nicht), aber
die doch „Aufregendes“ aus dem Evangelium gelebt haben. Gehört er zu den „Narren
um Christi willen“ (vgl.1 Kor 4,10)? Als „Narren in Christo“ bezeichnet man in
der Kirchengeschichte radikale Asketen, die sich absichtlich wie „Toren"
verhalten. Sie fliehen alle Eitelkeiten und machen durch ihr Leben darauf
aufmerksam, dass auch Familie, Heimat, Tradition und Eigentum keine absoluten
Werte sind. Karl Veitschegger Zurück zur
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